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Den Säure-Basen-Haushalt ausgleichen!

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Wegweiser
Gerd Altmann / pixelio.de

Der Säure-Basen-Haushalt ist maßgeblich an vielen lebenswichtigen körperchemischen Prozessen beteiligt. Er regelt unter anderem Kreislauf und Verdauung, Hormonhaushalt, Atmung, Ausscheidung und vieles mehr. Durch säureüberschüssige Ernährung und Säuren, die beim Abbau von Eiweiß, Kohlenhydraten und Fetten – und auch bei Stress – entstehen, gelangen zu viele Säuren in unseren Organismus. Damit der natürliche ph-Wert des Blutes konstant bleibt, muss das Übermaß der Säuren „neutralisiert“ werden. Für diesen Vorgang benötigt Dein Körper Mineralstoffe und Spurenelemente in ausreichender Menge. In zunehmendem Maße sehen Wissenschaftler und Ärzte in der latenten Übersäuerung einen großen Risikofaktor für die Gesundheit. Übersäuerung ist bedingt durch bestimmte Nahrungsmittel, Alkohol und Nikotin, zum anderen produziert sie Dein Körper selbst beim Nahrungsabbau, bei Bewegungsmangel oder Extremsport, aber auch bei Ärger, Hektik und Stress.


Was sind eigentlich Säuren und Basen?

Vielleicht erinnerst Du Dich noch an den Chemieunterricht. Für den Chemiker ist das Gegenteil von sauer nicht süß, sondern basisch. Säuren sind ätzend, Basen oder Laugen nennt man alkalisch. Um zu messen, wie sauer oder basisch eine Lösung ist, bedient man sich des ph-Wertes, der Messlatte für den Säure-Basen-Haushalt. Ihre Skala reicht von null bis 14. Die Grenze liegt in der Mitte: Unterhalb von Sieben liegt der saure Bereich, darüber der basische.

 

ph-Wert

Der ph-Wert misst die Konzentration von Wasserstoff-Ionen in einem Liter Lösung. Er gibt Auskunft darüber, ob eine Lösung sauer oder basisch ist. Der natürliche ph-Wert des menschlichen Blutes liegt im basischen Bereich zwischen 7,35 und 7,45. Würde er auf den Neutralwert von 7,0 sinken oder über 7,8 ansteigen, könnte sich das tödlich auswirken. Unser Organismus setzt also alles daran, den ph-Wert des Blutes konstant zu halten. Doch dieser „Kampf“ des Körpers gegen zu viele Säuren hat negative Auswirkungen auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit.

 

Säuren – die Mineralstoffräuber

Liegt eine Übersäuerung des Körpers vor, reichen die Mineralstoffe, die wir uns durch die tägliche Ernährung zuführen, häufig nicht mehr aus: Der Körper greift seine eigenen Reserven an, um durch den Säureüberschuss nicht verätzt zu werden. In erster Linie wird dem Gewebe jetzt basisches Kalzium aus den Knochen entzogen, um die Säuren neutralisieren zu können – der Entstehung von Osteoporose oder beispielsweise Parodontose werden Tür und Tor geöffnet. Aber auch dem Gefäßsystem wird Kalzium entzogen – Dichte und Elastizität der Gefäße nehmen ab. Parodontose – der Zahnfleischwund und die Entmineralisierung der Zähne, das ist ein gesundheitliches Problem von dem vor allem Raucher häufig betroffen sind.


Achtung: Schlacken!

Das Ausbeuten unserer körpereigenen Mineralstoffdepots ist längst nicht der einzige Schaden, den die latente Übersäuerung anrichtet. Endprodukte des Säureüberschusses werden in unserem Gewebe als „Schlacken“ abgelagert, vorzugsweise im Bindegewebe der Frau (begünstigt Cellulite) und am Haarboden des Mannes (begünstigt frühzeitigen Haarausfall).

Das kannst Du jetzt selbst tun: Teste mithilfe eines Säure-Basen-Sets selbst, ob Dein Organismus zu sehr im sauren Bereich ist.

 

Eine basenreiche Ernährung fördert den Erhalt Deiner Gesundheit!

Ideal sind viel frisches Obst und Gemüse. Leider weisen unsere Lebensmittel durch die auf Massenproduktion ausgerichtete Landwirtschaft heutzutage deutlich weniger Vitalstoffe auf. Ideal – wenn möglich: Koche selbst und kaufe vorwiegend Gemüse und Obst aus biologischem Anbau.


Basische Nahrungsergänzungen

Bei chronischer Übersäuerung, bei bereits bestehenden Beschwerden, zur Unterstützung der Entschlackung, aber auch zur langfristigen Gesunderhaltung solltest Du an die regelmäßige Zufuhr hochwertiger basischer Vitalstoffe denken. Im Handel und in Apotheken werden basische Nahrungsergänzungen aus Gemüsen, Kräutern und Wurzeln angeboten, die einen Vitalstoffmix aus Mineralien, Vitaminen, Enzymen und sekundären Pflanzenstoffen liefern. Sie schmecken gut und können zugleich zum Würzen von Speisen verwendet werden. 
Bei chronischer Übersäuerung oder bereits vorliegenden Beschwerden empfiehlt sich zudem die Zufuhr basischer Salze.

 

Meide ab jetzt gefährliche Säurebildner!

An erster Stelle säurehaltiger Lebens-, Genuss- und Arzneimittel stehen Limonaden und Cola, Kaffee, schwarzer Tee, Nikotin, Alkohol, Fette und Süßwaren, Fertignahrungsmittel mit einem Chemiemix moderner Food-Designer, gebildete Harnsäure aus übermäßigem Fleischgenuss, Acetylsalicylsäure aus übermäßigem Schmerzmittelgebrauch.

 

Trinke viel!

Trinke täglich mindestens zwei Liter Kräutertee und stilles Mineralwasser. Das hilft, giftige Stoffe aus dem Körper auszuscheiden. Ideal: Im Handel sind spezielle Basentees erhältlich, die die Entschlackung unterstützen. Als Faustregel gilt: Pro Tasse Basentee zwei Gläser Wasser danach zur Unterstützung der Schlackenaussscheidung trinken.

 

Bewegung tut gut!

Auch Gymnastik oder mäßiges Joggen, Walken oder Nordic Walken helfen, belastende Säuren über den Schweiß auszuscheiden – aber nur, solange Sie im aeroben Bereich bleiben, wenn Sie sich also während des Joggens oder Walkens noch mit Ihrem Sportpartner unterhalten können. Kommen Sie außer Atem und steigt die Pulsfrequenz zu hoch an, Sie wechseln in den anaeroben Bereich, und das bedeutet: Übersäuerung. Das Tragen einer Pulsuhr kann dabei helfen, immer im aeroben Bereich zu trainieren.

 

Zwischendurch öfter mal entspannen!

Lasse Dich nicht von der Hektik des Alltags einnehmen, sondern gönne Dir zwischendurch öfters eine kleine Pause. Denn auch Hektik und Stress begünstigen die Entstehung körpereigener Säuren!

 

Entschlacken durch Basenbäder

Nicht nur entschlackend, sondern zugleich auch entspannend wirken Bäder, denen Sie einen basischen Zusatz beimischen. Nach etwa einer halben Stunde beginnt der Körper durch die so genannte Osmose, Schlacken über die Haut auszuscheiden. Mit einem Urinteststreifen kannst Du diesen Vorgang eindrucksvoll “beobachten“: Messe zunächst den ph-Wert des Badewassers mit dem basischem Badezusatz. Bade darin für mindestens 30 bis 60 Minuten und messe den Wert danach erneut. Du wirst feststellen, dass die ph-Skala weiter nach unten in Richtung sauren Bereich gefallen ist – für Dich der sichtbare Beweis, dass Du tatsächlich über die Haut entschlackt hast! Extraplus: Das Basenbad gilt zudem als ideale Hautpflege und macht die Haut weich und geschmeidig.


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