Josef Türk Jun. / pixelio.de
Ein leckeres Sahnedessert oder Pommes mit dick Mayonnaise: Wer etwas Fettes und Reichhaltiges isst, der erinnert sich nachher besonders gut daran, was und wo er es zu sich genommen hat. Zu diesem überraschenden Ergebnis kamen Forscher der University of California in Irvine, USA.
Erinnerung im Langzeitgedächnis
Verantwortlich für die Speicherung einer solchen Erinnerung im Langzeitgedächtnis – so zeigten Laborversuche – ist das Molekül Oleoylethanolamid (OEA). Es wird freigesetzt, wenn bei der Verdauung eines Essens Fette in den Darm gelangen. Wie frühere Studien ergaben, sendet OEA auch Sättigungssignale ans Gehirn, ein erhöhter OEA-Spiegel senkt den Appetit und reduziert Cholesterin.
Überlebensmechanismus verantwortlich
Dass sich Menschen an ein sehr kalorienreiches Essen besonders gut und lange erinnern können, führen die amerikanischen Wissenschaftler auf einen uralten Überlebensmechanismus zurück: In der Vorzeit war es wichtig, sich daran zu erinnern, wo es die reichhaltige Nahrung gab, um sie bei Bedarf dort wieder zu finden. Dieser einst sinnvolle Nachhilfe fürs Gedächtnis durch OEA ist in einer Überflussgesellschaft aber eher kontraproduktiv: Sie steigert Sehnsucht und Gelüste nach weiterem reichhaltigem Essen.
Tipps der wajibu-Redaktion
Erinnere Dich auch an negatives
Wenn Du Dich an Deine letzte fette Nahrung erinnerst, denke auch an die negativen Gefühle, die nach dem Verzehr aufgekommen sind.- Lag Dir das ungesunde Essen schwer im Magen?
- Hattest Du ein schlechtes Gewissen wegen Deiner Figur bekommen?
- Und frage Dich bei Deiner nächsten "fetten" Sehnsucht, ob Du nicht doch etwas Leichteres zu Dir nehmen solltest, um Dich rundum wohl zu fühlen.
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